Donnerstag, 12. Februar 2015

Sind die Folgen bekannt?

Die Zeit hat bewiesen das man aus Blei kein Gold machen kann!

 

Ebenso wenig kann man aus einer Stahlplanke einen "durchbruchsicheren Mittelstreifenschutz" für Autobahnen herstellen, nicht bei unserem Schwerlastverkehr!
Und schon gar nicht dadurch, das man andere Produkte in den Schmutz zieht.

Der folgende Bericht wurde auf der Seite "Aktuelles" von passco.de am 27.01.2015 veröffentlicht.
Dort wird ein Beispiel für "schwere Folgen bei Aufprallunfällen an starren Betonwänden" genannt.
Was mich daran beschäftigt ist: Welche schweren Schäden sind entstanden weil dort eine Betonschutzwand stand? Welche Schäden wären entstanden, hätten dort Stahlschutzplanken gestanden? Etwa solche Schäden wie hier Leitplanke-bohrt-sich-in-Gemüselaster !?

Quelle: passco.de

Die Schleisheimer-Zeitung.de berichtete schon am 27.04.2005 über einem Verkehrsunfall auf der Autobahn A99, der damals die schweren Folgen bei Aufprallunfällen an starren Betonwänden verdeutlichte. Zu dem Zeitpunkt waren auch die Behauptungen zu den Einsatzkriterien für Betonwände“ widerlegt. Trotzdem hat sich die Straßenbauverwaltung einfach über die Fakten zum Schaden für Verkehrsteilnehmer hinweggesetzt.
Was passierte beispielweise auf der Autobahn A99? : „…In Fahrtrichtung Stuttgart war ein Lkw an der seitlichen Betonabsperrung förmlich zerschellt. Die Betonwand war durch die Wucht des Aufpalls teilweise zertrümmert. Das Führerhaus war aus seiner Verankerung gerissen und so stark beschädigt …. Einige Meter entfernt am rechten Fahrbahnrand befand sich ein ebenfalls in den Unfall verwickelter Pkw mit einem Frontschaden. Etwa 200 Meter von der Unfallstelle entfernt war noch ein drittes an dem Unfall beteiligtes Fahrzeug auf der linken Fahrspur zum Stehen gekommen…. Nahezu die komplette Ladung des Lkw war auf Fahrbahn und Seitenstreifen verteilt.“In den letzten 10 Jahren wurden ähnliche LKW-Unfälle und unzählige PKW-Unfälle beobachtet, die darauf schließen lassen dass Betonkonstruktionen, als Fahrzeugrückhaltesysteme unbrauchbar sind, weil Sie einfach nicht die Sicherheit, für von der Fahrbahn abkommende Verkehrsteilnehmer bieten, von der ausgegangen werden sollte.

Dipl.-Ing. Rainer Bomba ist seit dem Jahr 2009 der zuständige Staatssekretär (Sts) im Bundesministerium in dessen Aufgabenbereich der Straßenbau (StB) gehört. Er hat schon Verkehrsminister kommen und gehen gesehen, jedoch war er immer auch verantwortlich für die Unterabteilung StB1 (Straßenbaupolitik, Straßenplanung, Straßenrecht) und dort StB11 (Straßenverkehrstechnik, Straßeninfrastruktursicherheit, Straßenbetriebsmanagement).
Damit fällt der vermehrte Einsatz von Betonschutzwänden an deutschen Straßen und Autobahnen in seine Dienstzeit. Sind ihm die Unfallfolgen für Fahrzeuginsassen bei Aufprall auf Beton bekannt?

Auch die ordnungsgemäße Umsetzung der Europäischen Bauprodukten-verordnung und der Europäischen Normen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit fällt in seinen Aufgabenbereich. Sind die Folgen bekannt?

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