Donnerstag, 28. Mai 2015

Sind Menschenleben keine Argumente?

Leitplanke oder Beton?

…so der Titel des Artikels vom 15.05.2015 auf der Seite passco.de/aktuelles.

 


Darin heißt es: Die Kampagne fordert verbesserten passiven Schutz für von der Fahrbahnbahn abkommende Verkehrsteilnehmer und stellt die Frage „Leitplanken oder Beton“



Ich blicke da irgendwie nicht durch!

Da wird mit gezielten Falschaussagen Front gegen Betonschutzwände gemacht und Leitplanken aus Stahl in den Himmel gehoben. Wobei zudem versucht wird, durch das aufstellen von Thesen die Realität zu vertuschen!
Auf dem Jahrmarkt läuft das ähnlich ab. Die Marktschreier stehen auf hohen Bühnen und preisen ihre tollen Produkte mit großen Versprechungen an. Doch meist sieht es dann im Alltag ganz anders aus. Man kann die Produkte zwar gebrauchen, aber bei größeren Aufgaben wird dann doch wieder auf die solideren Produkte zurück gegriffen.
Sie fordern verbesserten passiven Schutz für von der Fahrbahn abkommende Verkehrsteilnehmer, machen aber gleichzeitig Werbung für Stahlplanken und gegen Beton?
Sie behaupten zudem, dass starre Betonwände nicht nachgeben können und es keine technisch-, wirtschaftlich- oder sicherheitsrelevanten Argumente für die Planung, den Bau und Betrieb von Betonkonstruktionen als Fahrzeugrückhaltesystemen gibt.

Dazu kann ich nur die eine Frage stellen:

Sind Menschenleben keine Argumente?



Natürlich geben Betonschutzwände nicht so viel nach wie Stahlschutzplanken, aber das können sie auch nicht! Denn mit zunehmender Flexibilität eines passiven Schutzsystems nimmt seine durchbruchhemmende Wirkung ab!
Und was die Folge davon ist, sieht man auch in diesem Blog. Enorm viele Menschen haben in den letzten Jahren ihr Leben verloren weil der passive Schutz nicht ausreichend war. Es standen flexible Stahlleitplanken im Mittelstreifen, die von LKW durchbrochen wurden welche im Gegenverkehr großen Schaden anrichteten und Menschenleben beendeten.
Ausreichenden Schutz im Mittelstreifen könnte es auch mit Stahlleitplanken geben. Allerdings wäre er dann genauso starr wie eine Betonschutzwand, nur wesentlich komplizierter in der Konstruktion und nochmal um einiges teurer!
Doch auch dies wäre wahrscheinlich nicht im Sinne der Hersteller- und Montagefirmen für Stahlschutzplanken, denn diese verdienen mehr durch Reparaturen an Stahlplanken als am Neubau selbst!

vst

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