Fragliche Durchbruchsicherheit von Betonschutzwänden
Dies ist ein Ausschnitt eines Artikels der Pass+Co Homepage!
In der Praxis hat sich diese gezeigt, dass PKW an solchen Betonkonstruktionen (besonders wenn diese hinterfüllt sind) regelrecht zerschellen oder zurück in den rollenden Verkehr geschleudert werden können. Dabei ist oft das aufsteigen an der Betonwand mit darauf folgenden Überschlag zu beobachten. Dies wird regelmäßig von Feuerwehren und Polizei bestätigt.
In der Praxis hat sich auch gezeigt, dass LKW solche Betonkonstruktionen ganz oder teilweise durchbrechen oder überqueren. Besondere Gefahren entsteht aber auch Ladung, welche durch abruptes Stoppen an einer starren Betonkonstruktion in den Gegenverkehr geschleudert wird.
Die Feuerwehr von Liebertwolkwitz berichtet am 20.07.2015 über einen Einsatz auf der Autobahn A38 Richtung Dresden an der Anschlussstelle Leipzig-Südost. Dort war genau das passiert.
Alarmiert wurde die Feuerwehr zu einem „FKfz brennender LKW auf der BAB 38….“ und fand dort ein Inferno vor. Der LKW wurde von der Betonkonstruktion gestoppt, blieb auf der Betonkonstruktion liegen und brannte aus. Die Ladung überquerte die Betonkonstruktion und verbreitete sich auf der Gegenfahrbahn.
In der Praxis zeigte sich, dass man nachher immer schlauer ist und es kommt oft anders als man denkt. So erscheint die angebliche Durchbruchsicherheit von Betonschutzwänden am Beispiel auf der Autobahn A38 doch sehr fraglich zu sein.
Wie schon öfter versucht man hier durch verdrehen der Fakten ein falsches Bild von Betonschutzwänden entstehen zu lassen!
Die Wahrheit sieht nämlich ganz anders aus:
Joghurt-Lkw fährt in Leitplanke - lange Staus auf A38 bei Leipzig
Ein mit Joghurt beladener Lastkraftwagen ist auf der A38 bei Leipzig in die Leitplanke geraten und hat seine Ladung auf der kompletten Autobahn verteilt. Die Aufräumarbeiten dauern an. Es gibt Staus in beiden Richtungen.
Von Anne Grimm | Artikel veröffentlicht: 20. Juli 2015 09:02 Uhr | Artikel aktualisiert: 20. Juli 2015 18:23 Uhr
Leipzig. Auf der A38 zwischen dem Autobahndreieck Parthenaue und der Ausfahrt Leipzig-Südost hat ein Lastkraftwagen gegen 1.45 Uhr die Mittelleitplanke durchbrochen, kippte anschließend um und geriet in Brand. Nach ersten Angaben war das Fahrzeug gegen einen Brückenpfeiler gekracht. Das revidierte die Polizei später.
Der 40-Jährige war aus bislang ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn abgekommen. Der mit Joghurt beladene Lkw sowie der Auflieger brannten in der Nacht zum Montag komplett aus. Der Fahrer konnte sich selbst aus der Kabine retten und informierte die Polizei. Mit leichten Verletzungen wurde er anschließend in ein Krankenhaus gebracht.
Die Aufräumarbeiten stellten die Ölwehr vor eine Herausforderung. Zunächst musste ausgelaufenes Diesel gebunden werden. Dann wurde der in großen Mengen auf der gegenüberliegenden Fahrbahn verteilte Joghurt beseitigt. In Richtung Dresden war die Autobahn bis in die Mittagstunden voll gesperrt. In Richtung Göttingen wurde der Verkehr schon am Morgen auf einer Spur und dem Standstreifen an der Unfallstelle vorbei freigegeben.
Warum der Lkw von der Fahrbahn abkam, war zunächst unklar. Auch die Höhe des Schaden muss noch ermittelt werden.
Die Mittelleitplanke aus Stahl wurde zuerst nieder gewalzt, danach stoppte ihn die Brückensicherung aus Beton!!
Quelle: Leipziger Volkszeitung